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Mein Harley Benton E-Cello von Thomann – Fortschritte nach einer Woche

Donnerstag, 8. April 2010

Tägliches (nach-)Stimmen

Nachdem schon zwei Tage nach Reklamation das Päckchen mit den Ersatzsaiten in meinem Briefkasten lag, konnte ich das E-Cello ohne Probleme zum ersten mal komplett stimmen.
Auch mit ausgewechseltem Kopfhörer ist der Ton vom Kopfhörerausgang leider sehr leise, selbst auf höchster Lautstärkeeinstellung. Ich kämpfe noch etwas damit, dass sich die Wirbel über den Tag leicht zu lockern scheinen – so muss ich vor jedem Spielen aufwändig alles nochmal nachstimmen.
Wenn das so bleibt werde ich mal mein Glück mit Wirbelseife versuchen. Vielleicht hat dazu ja noch jemand gute Tipps?

Das momentane Spielgefühl

Deutlich zu schaffen macht mir im Moment das sehr fremde Spielgefühl. Unterstützt durch den wackeligen Korpus-Ersatz findet mein Körper im Moment noch keine angenehme Haltung und so ist es bisweilen noch eher mühsam zu spielen.
Natürlich ist es ein neues Instrument und gerade in der Preiskategorie sollte man sich da nicht zu sehr beschweren denke ich. Qualität hat eben ihren Preis – ich wusste ja von Anfang an dass es ein absolutes Einsteigermodell ist.

Der erste Verstärker

Mit einem alten Gitarrenverstärker meines Bruders (Danke Mark!) kann ich inzwischen den ersten Verstärker testen. Wenn ich den Line-Ausgang des E-Cellos mit dem Input des Verstärkers verbinde, wird der Sound (wer hätte es gedacht) sehr gitarrenmäßig gefärbt.
Das gefällt mir momentan nicht so gut. In diversen Foren habe ich gelesen dass man für lineare Verstärkung am besten Keyboardverstärker oder Verstärker für akkustische Gitarren testen sollte.
Für mein akutes Problem mit den sehr leisen Kopfhörern tut mir der vorhandene Verstärker aber dank vorhandenem Line-In schon Gutes: Stecke ich mein E-Cello dort ein, kommt das Signal sehr sauber, aber “laut genug” bei mir an. Über den Kopfhörerausgang des Verstärkers habe ich dann letztendlich auch genug Power auf den Kopfhörern :)

Fazit nach etwa einer Woche

Ich bin mit dem Kauf noch immer zufrieden, stelle aber den enormen qualitativen Unterschied zu meinem “richtigen” (akustischen) Cello immer wieder fest. Ich hoffe dass ich mit der Haltung und der wackligen Brust-Stütze demnächst klarkomme oder werde das Scharnier vielleicht auch selbst “etwas weniger wacklig machen”. Mit mehr Übung/Gewöhnung sollte natürlich auch das Spielgefühl sich bald verbessern :)
Hier würde ich auch gerne eure Erfahrungen und Tipps hören!

Hier nochmal der Link zum vorherigen Artikel: Ersteindruck: Harley Benton HBCE 830BK E-Cello von Thomann

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Ersteindruck: Harley Benton HBCE 830BK E-Cello von Thomann

Montag, 29. März 2010

Die Vorgeschichte:

Ich hatte schon sehr lange den Wunsch, mal ein E-Cello auszuprobieren. Thomann hatte mich mit dem 300 Euro Einsteiger-Set überzeugt.

Heute ware es dann endlich soweit: Mein neues E-Cello (bestellt am 13.03.2010), ein Harley Benton HBCE 830BK von Thomann, ist nach langem Warten endlich bei mir eingetroffen. Platzsparend aber trotzdem sehr sicher verstaut habe ich das Paket heute von der Spedition entgegengenommen, und natürlich gleich ausgepackt.

Wenn man den Preis für das Einsteiger-Set im Hinterkopf behält (knapp 300 Euro), darf man natürlich nicht zuviel erwarten.

Optik & Zubehör:

Optisch macht das Gerät einiges her, es entspricht dem “coolen schwarzen” Look den man auch auf dem Verkaufsbild sieht. Die mitgelieferten Kopfhörer und das Kolophonium kann man aber eigentlich direkt in die Tonne werfen, die taugen beide garnichts. Mein Kopfhörer war entweder kaputt oder viel zu leise – ich habe den eines alten MP3-Players verwendet und dieser funktioniert tadellos.
Der Bogen ist aus billigem Holz und anscheinend mit Nylon bespannt. Fühlt sich extrem künstlich an, lässt sich aber mit “richtigem” Kolophonium trotzdem zum Leben erwecken. Für den Einstieg ist der Bogen denke ich schon ausreichend, auf jeden Fall besser als ich erwartet hätte. Trotzdem natürlich kein Vergleich zu einem “richtigen” Bogen.

Die mitgelieferte Tasche aus Stoff erfüllt ihren Zweck und hält auch noch eine kleine und eine größere Tasche (letztere passend für Noten) bereit.

Das Griffbrett hat ein paar kleine Kratzer, die sind allerdings nur aus der Nähe sichtbar. Ich denke auch, dass man diese im Nachhinein noch gut überdecken kann.
Die Saiten sind transportbedingt natürlich bei der Lieferung etwas gelockert – der Steg scheint auch sehr stabil direkt mit dem Körper verbunden zu sein.

Der Unfall & die Rettung durch Thomann:

Leider ist die A-Saite bei der kleinsten Drehung am Wirbel direkt gerissen. Die restlichen Saiten ließen sich problemlos stimmen. Ich habe das Thomann so per E-Mail mitgeteilt, und freundlicherweise hat man mir schon nach wenigen Minuten ein kostenloses Ersatz-Saiten-Set versprochen. Das ist wieder einmal klasse Service, danke Thomann!
Mein Cello ist nun also gestimmt, hat aber leider keine A-Saite. Trotzdem möchte ich es nun natürlich ausprobieren!

Die ersten Gehversuche:

Ich habe dann wie oben schon geschrieben erstmal festgestellt, dass die mitgelieferten Kopfhörer entweder kaputt oder viel zu leise sind. Auch bei meinen verwendeten Kopfhörern muss ich den Lautstärkeregler des E-Cellos bis an den Anschlag aufdrehen, um etwas zu hören. Für den Preis finde ich das, was ich per Kopfhörer höre, schonmal garnicht übel.
Unverstärkt ist das Instrument leise genug, dass ich damit sicher auch mal zu einer späteren Stunde spielen kann, ohne alle Nachbarn zu wecken.

Das kleine schwarze horizontale Stück auf dem Bild des Instruments, was ich vorher nicht richtig zuordnen konnte, ist dafür gedacht den Auflagepunkt am Oberkörper zu unterstützen – der Korpus fehlt ja.
Es fühlt sich momentan noch etwas ungewohnt an, und da dieser “Abstandhalter” klappbar ist, ist es auch insgesamt leicht wacklig.

Weitere Pläne:

Am Wochenende bekomme ich einen alten E-Gitarren-Verstärker geliehen und bin schon sehr auf den Klang damit – vielleicht ja dann auch schon wieder mit A-Saite – gespannt. Mit vollständiger Besaitung werde ich dann auch mal versuchen, ein paar bekannte Stücke auf dem neuen Instrument zu üben.

Ich werde selbstverständlich weiter über meine Erfahrungen mit meiner neuen Errungenschaft berichten!

Das Fazit:

Mein Fazit zum Ersteindruck: Wenn man auf vorhandenes Zubehör (Kopfhörer und Kolophonium Pflicht, Bogen wäre auch gut) zurückgreifen kann, ist das Harley Benton HBCE 830BK für diesen Preis auf jeden Fall ein gutes Einstiegs-E-Cello. Die Lieferung hat nur so lange gedauert, weil Thomann selbst auch auf die Zulieferung warten musste. Es eignet sich, zumindest nach dem Ersteindruck, definitiv auch als “Silent Cello”, d.h. zum nahezu lautlosen Üben.

Noch ein kleiner Tipp: Damit ihr nicht wie ich schwarze Finger nach den ersten Versuchen habt, solltet ihr das Griffbrett vor der ersten Nutzung gründlich reinigen ;)

Falls ich euer Interesse für das Angebot von Thomann geweckt habe, hier kommt ihr direkt hin: Harley Benton HBCE 830BK E-Cello von Thomann.

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