Beiträge mit Schlagwort ‘Geigenbau’

Mein Cello bei Geigenbau Daniel Kress – Super Ergebnis aber längere Wartezeit

Freitag, 4. Juni 2010

Wie ich berichtet hatte, habe ich am 8.5. mein Cello zu Daniel Kress gebracht, einem Geigenbauer hier in Köln.
Mir wurde der 17.5. (10 Tage) als vorläufiger Fertigstellungs-/Abholtermin genannt, was ich als Hobbycellist und meiner doch umfangreichen Wünsche akzeptabel fand.

Das Organisatorische:

Leider habe ich erst heute, am 4.6., mein Cello wieder abholen können. Daniel sagte mir dass die Organisation für die Neubespannung des Bogens mit der externen Bogenmacherin für die Verzögerung verantwortlich war.
Damit könnte ich auch absolut leben, mir hat nur nicht gefallen dass ich immer hinterhertelefonieren musste um auf dem aktuellen Stand zu sein und von Verzögerungen zu erfahren. Rückrufversprechen wurden leider auch kaum eingehalten. Auf diese Organisations- bzw. Kommunkationsprobleme habe ich Herrn Kress bei der Übergabe konstruktiv aufmerksam gemacht und er hat sich entschuldigt und Besserung gelobt.
Ich glaube auch dass er sich das zu Herzen genommen hat – spätestens bei meinem nächsten Anliegen wird sich das ja zeigen :)

Ich bin mir sehr sicher dass sich diese Probleme sehr einfach aus der Welt schaffen lassen – umso besser dass sein Handwerk meiner Meinung nach überzeugt!

Das Ergebnis:

Ich habe mein Cello mit glänzend glattem Griffbrett, sehr schön ausgebesserten Lackkratzern, neuem Stimmstock und neuen Saiten zurückerhalten. Ich bin sowohl vom optischen Erscheinungsbild des Instruments dank “reparierter” Lackkratzer als auch vom neuen, besseren Klang beeindruckt!
Die neuen Saiten in Verbindung mit dem neuen Stimmstock haben das Instrument zu neuem Leben erweckt. Es klingt voller und schöner. An den Klang der neuen Saiten (A und D: Larsen, G und C: Spirocore) muss ich mich noch gewöhnen. Wie Daniel darauf hingewiesen hat, klingen sie am Anfang erstmal noch etwas metallisch, weil sie neu sind. Trotzdem höre ich schon jetzt auch deutlich den Unterschied zu den alten Saiten.
Da gerade die Spirocore C-Saite jetzt dünner ist, spricht sie sehr viel schneller an – das gefällt mir auch sehr gut.

Durch Ausbesserungen am Leim der Decke ist das “metallische Surren” auch verschwunden. Alle meine Anforderungen wurden also absolut erfüllt!

Das Cello war schon grob vorgestimmt und der Bogen ist auch wie neu. Auch beim Gesamtpreis ist Herr Kress mir dann noch etwas entgegengekommen :)

Mein Fazit:

Kleinere Organisations-/Kommunikationsprobleme, die sich aber durch ein paar kleine Dinge aus der Welt schaffen lassen, dafür sehr nette und kompetente Beratung und vor allem ein super Ergebnis.
Ich komme gerne wieder und empfehle Herrn Kress gerne weiter!

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Daniel Kress – Der nette Geigenbauer ums Eck

Samstag, 8. Mai 2010

Nachdem ich mich endlich mal dazu aufgerafft hatte, mir einen Geigenbauer hier in der Gegend zu suchen, konnte ich nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten einen Termin für heute (Samstag) früh bei Geigenbau Daniel Kress in Köln ausmachen.
Gefunden hatte ich ihn über Google und Google Maps, weil ich natürlich erstmal in meiner Nähe gesucht hatte. Herr Kress ist sehr unkompliziert was die Terminabsprache angeht, er nimmt auch auf mich als Arbeitnehmer Rücksicht.

Einige Stationen mit der Straßenbahn Linie 1 war ich dann auch schon an der Haltestelle Aachener Straße/Gürtel angelangt. Wenn man sich von dort aus umschaut, bekommt man durch einen alten Käfer mit einem großen Bass-Koffer auf dem Dach schon eine unverfehlbare Richtung gezeigt ;)
Wenn man sich dann noch durch die 20 Klingelschilder (leider kein Firmenschild oder Name an der Hausfront) zu Kress durchgekämpft hat – oder inzwischen ein netter Nachbar fragt, ob man (hallo auffälliger Cellokasten) zu Herrn Kress möchte – ist man auch schon da. 2 Minuten braucht man also von der Straßenbahnhaltestelle – und das nur mit viel Ampelpech.

Herr Kress ist auch noch etwas jünger und wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden. Ich habe ihm von all meinen kleinen Problemen und Problemchen mit meinem Instrument erzählt und er hat mich sehr gut und ehrlich beraten.
Für mein Cello gibt’s erstmal (sprichwörtliche!) Nägel mit Köpfen: Griffbrett wird abgezogen, Kleine Lackkratzer werden ausgebessert, mein Bogen wird neu bespannt, außerdem gibt’s noch einen Satz komplett neue Saiten.

Ich freue mich schon jetzt auf der Ergebnis und bin mir sicher dass mein geliebtes Instrument bei Herrn Kress in guten Händen ist! Da Herr Kress momentan sehr viele Aufträge hat, muss ich leider ca. 10 Tage warten – ich werde dann natürlich berichten ;)

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Luis and Clark – Herstellung eines Karbonfiber Cellos

Donnerstag, 25. März 2010

Die Firma Luis and Clark, bekannt für ihre Instrumente aus Karbonfiber (z.b. carbon fiber cello), gibt in diesem Video Einblicke in den Herstellungsprozess eines Cellos aus Karbonfiber.
Ich finde das sehr interessant, wie schnell ein Instrument aus solchen neuartigen Stoffen entsteht.

Besonders interessant finde ich auch dem Geigenbauer (ab ca. 5:03) beim Einbau des Stimmstocks, Aufsetzen des Stegs und ersten Aufziehen der Saiten zuzuschauen.
Ich denke dass sich die gezeigte Prozedur von einem Holz-Instrument nicht sehr unterscheidet.

Preislich liegt ein solches Instrument bei 7139$ was ca. 5370€ entspricht. Klanglich halte ich gefühlsmäßig nicht viel davon, ich sträube mich innerlich irgendwie auch gegen die neuen Materialien und das Aussehen des modernen Instruments.
Im Video sind die Aufnahmen auch (gewollt oder nicht, weiß ich nicht) etwas verrauscht. Ich habe ein solches Instrument noch nicht live erlebt, und würde mich umsomehr über eure Meinungen dazu freuen.

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Geigenbauer Brian Lisus aus Südafrika – Entstehung einer Geige

Montag, 15. März 2010

Der Geigenbauer Brian Lisus lebt in Südafrika und hat vor einigen Jahren ein Video erstellt, in dem man viele Einblicke in den Geigenbau erhält: “The transforming of a tree into a new life…”.
Noch heute arbeitet er nach dem Prinzip, keine elektrischen Werkzeuge zu nutzen, weil diese seiner Meinung nach durch Vibrationen die Zellstrukturen der Hölzer zerstören.
Auch bei Lacken und Leimen setzt er auf traditionsreiche Naturstoffe.
Seine sonnenreiche Heimat nutzt er, um die einzelnen Teilstücke vor der Verleimung nochmal besonders zu härten. Dadurch verspricht er für seine Instrumente eine gleichbleibende Qualität in verschiedensten Umgebungen.

Jedes Stück das im Hintergrund läuft ist mit von ihm gefertigten Instrumenten entstanden.
Brian Lisus hat auch eine Webseite und einen recht aktuellen Blog mit noch mehr Bildern, Videos und Infos.

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