Archiv für März, 2010

Sechsarmiger Cellist – Giovanni Sollima – Sogno ad Occhi Aperti (Daydream)

Mittwoch, 31. März 2010

Gestern habe ich eine eindrucksvolle Videoproduktion von dem italienischen Cellist Giovanni Sollima gefunden. Der Name des Videos ist Sogno ad Occhi Aperti (Daydream), das Stück das er spielt heißt Terra Aria.
Durch eine sehr aufwändige manuelle Nachbearbeitung, die z.b. das Bearbeiten von 4000 Einzelbildern umfasste und ingesamt ca. 5 Monate dauerte, ist dieses wunderschöne naturnahe und traumhafte Video entstanden.

Die Musik gefällt mir sehr gut, insgesamt finde ich auch die Bilder und Schnitte sehr stimmig. Für das Video ist Lasse Gjertsen verantwortlich.

Die letzte CD von Giovanni Sollima heißt übrigens We Were Trees (2008) und ist bei Amazon erhältlich:

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Cello und Gitarre – Montana Skies – Gringo Flamenco

Dienstag, 30. März 2010

Die Combo Cello und Gitarre ist sehr selten, es gibt auch sehr wenig klassische Musik dafür.
Trotzdem oder gerade deshalb spielt das Duo Montana Skies mit verschiedenen Gitarren und sowohl akkustischem als auch elektrischem Cello viele Eigenkompositionen und Arrangements von bekannten Stücken.
Mit der Hilfe eines Loop-Pedals (neben verschiedenen Verstärkern und Effekten) bringen sie live auch den Rhythmus selbst mit.

Ich finde die Combo durchaus gelungen und werde Montana Skies weiter im Auge behalten.

Das Stück Gringo Flamenco ist eine Eigenkomposition der beiden.

Wer sich dieses Stück oder das komplette Album runterladen möchte, darf das gerne legal hier tun: http://montanaskies.bandcamp.com/

Die Band hat auch schon einige CDs veröffentlich, hier die letzten zwei:

Chasing the Sun, Jan 2004
Lift, Jan 2006
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Ersteindruck: Harley Benton HBCE 830BK E-Cello von Thomann

Montag, 29. März 2010

Die Vorgeschichte:

Ich hatte schon sehr lange den Wunsch, mal ein E-Cello auszuprobieren. Thomann hatte mich mit dem 300 Euro Einsteiger-Set überzeugt.

Heute ware es dann endlich soweit: Mein neues E-Cello (bestellt am 13.03.2010), ein Harley Benton HBCE 830BK von Thomann, ist nach langem Warten endlich bei mir eingetroffen. Platzsparend aber trotzdem sehr sicher verstaut habe ich das Paket heute von der Spedition entgegengenommen, und natürlich gleich ausgepackt.

Wenn man den Preis für das Einsteiger-Set im Hinterkopf behält (knapp 300 Euro), darf man natürlich nicht zuviel erwarten.

Optik & Zubehör:

Optisch macht das Gerät einiges her, es entspricht dem “coolen schwarzen” Look den man auch auf dem Verkaufsbild sieht. Die mitgelieferten Kopfhörer und das Kolophonium kann man aber eigentlich direkt in die Tonne werfen, die taugen beide garnichts. Mein Kopfhörer war entweder kaputt oder viel zu leise – ich habe den eines alten MP3-Players verwendet und dieser funktioniert tadellos.
Der Bogen ist aus billigem Holz und anscheinend mit Nylon bespannt. Fühlt sich extrem künstlich an, lässt sich aber mit “richtigem” Kolophonium trotzdem zum Leben erwecken. Für den Einstieg ist der Bogen denke ich schon ausreichend, auf jeden Fall besser als ich erwartet hätte. Trotzdem natürlich kein Vergleich zu einem “richtigen” Bogen.

Die mitgelieferte Tasche aus Stoff erfüllt ihren Zweck und hält auch noch eine kleine und eine größere Tasche (letztere passend für Noten) bereit.

Das Griffbrett hat ein paar kleine Kratzer, die sind allerdings nur aus der Nähe sichtbar. Ich denke auch, dass man diese im Nachhinein noch gut überdecken kann.
Die Saiten sind transportbedingt natürlich bei der Lieferung etwas gelockert – der Steg scheint auch sehr stabil direkt mit dem Körper verbunden zu sein.

Der Unfall & die Rettung durch Thomann:

Leider ist die A-Saite bei der kleinsten Drehung am Wirbel direkt gerissen. Die restlichen Saiten ließen sich problemlos stimmen. Ich habe das Thomann so per E-Mail mitgeteilt, und freundlicherweise hat man mir schon nach wenigen Minuten ein kostenloses Ersatz-Saiten-Set versprochen. Das ist wieder einmal klasse Service, danke Thomann!
Mein Cello ist nun also gestimmt, hat aber leider keine A-Saite. Trotzdem möchte ich es nun natürlich ausprobieren!

Die ersten Gehversuche:

Ich habe dann wie oben schon geschrieben erstmal festgestellt, dass die mitgelieferten Kopfhörer entweder kaputt oder viel zu leise sind. Auch bei meinen verwendeten Kopfhörern muss ich den Lautstärkeregler des E-Cellos bis an den Anschlag aufdrehen, um etwas zu hören. Für den Preis finde ich das, was ich per Kopfhörer höre, schonmal garnicht übel.
Unverstärkt ist das Instrument leise genug, dass ich damit sicher auch mal zu einer späteren Stunde spielen kann, ohne alle Nachbarn zu wecken.

Das kleine schwarze horizontale Stück auf dem Bild des Instruments, was ich vorher nicht richtig zuordnen konnte, ist dafür gedacht den Auflagepunkt am Oberkörper zu unterstützen – der Korpus fehlt ja.
Es fühlt sich momentan noch etwas ungewohnt an, und da dieser “Abstandhalter” klappbar ist, ist es auch insgesamt leicht wacklig.

Weitere Pläne:

Am Wochenende bekomme ich einen alten E-Gitarren-Verstärker geliehen und bin schon sehr auf den Klang damit – vielleicht ja dann auch schon wieder mit A-Saite – gespannt. Mit vollständiger Besaitung werde ich dann auch mal versuchen, ein paar bekannte Stücke auf dem neuen Instrument zu üben.

Ich werde selbstverständlich weiter über meine Erfahrungen mit meiner neuen Errungenschaft berichten!

Das Fazit:

Mein Fazit zum Ersteindruck: Wenn man auf vorhandenes Zubehör (Kopfhörer und Kolophonium Pflicht, Bogen wäre auch gut) zurückgreifen kann, ist das Harley Benton HBCE 830BK für diesen Preis auf jeden Fall ein gutes Einstiegs-E-Cello. Die Lieferung hat nur so lange gedauert, weil Thomann selbst auch auf die Zulieferung warten musste. Es eignet sich, zumindest nach dem Ersteindruck, definitiv auch als “Silent Cello”, d.h. zum nahezu lautlosen Üben.

Noch ein kleiner Tipp: Damit ihr nicht wie ich schwarze Finger nach den ersten Versuchen habt, solltet ihr das Griffbrett vor der ersten Nutzung gründlich reinigen ;)

Falls ich euer Interesse für das Angebot von Thomann geweckt habe, hier kommt ihr direkt hin: Harley Benton HBCE 830BK E-Cello von Thomann.

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Pierre Fournier – Chopin – Introduction & Polonaise C-Dur

Montag, 29. März 2010

Introduction & Polonaise C-Dur (Op. 3) von Frederic Chopin war mir bisher leider nicht bekannt.
Pierre Fournier spielt dieses wunderschöne und technisch sehr anspruchsvolle Stück zusammen mit dem Pianisten Jean Fonda.

Zu den Noten: Frederic Chopin, Introduction & Polonaise C-Dur (Op. 3), Violoncello und Klavier, Schott Verlag

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Alex Kramer – Bohuslav Martinu – Variationen über ein slowakisches Thema

Sonntag, 28. März 2010

Der Cellist Alex Kramer spielt die Variationen über ein slowakisches Thema von Bohuslav Martinu. Die Aufnahme fand 2005 in der University of Georgia in Athen statt und am Klavier wird er von seinem Vater Stephen begleitet.

Das Stück klingt für mich sehr nachdenklich, die Interpretation von Alex gefällt mir ausgesprochen gut. Sehr schöner Cello-Klang.

Zu den Noten: Bohuslav Martinu, Variationen über ein slowakisches Thema, Cello und Klavier, Bärenreiter Verlag

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Mstislav Rostropovich – Antonin Dvorak – Cello Concerto

Samstag, 27. März 2010

Mal wieder etwas aus dem Standardrepertoire für Cellisten: das Dvorak Cello Concerto in H-Moll (Op. 104), gespielt von Mstislav Rostropovich mit dem London Philharmonic Orchestra, dirigert von Carlo Maria Giulini (1914-2005).

Ein wunderschönes Stück mit einem sehr eingängigen Hauptthema in einer wundervollen Darbietung von Rostropovich.
Achtung: Alle sechs Teile der Aufnahme dauern insgesamt etwas über 43 Minuten.

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Teil 4:

Teil 5:

Teil 6:

Zu den Noten: Antonin Dvorak, Konzert H-Moll (Op. 104), Violoncello Klavier und CD, Salabert Verlag, Editiert von André Navarra

Ohne CD: Antonin Dvorak, Konzert H-Moll (Op. 104), Violoncello Klavier, Schott Verlag

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Daniel Gaisford – Poulenc – Cello Sonata Mov. 2 & 3

Freitag, 26. März 2010

Der amerikanische Cellist Daniel Gaisford spielt in dieser Aufnahme in Vermont begleitet von der Pianistin Angela Jia Kim den zweiten und dritten Satz der Cello Sonata von Francis Poulenc (1899-1963).
Wie ein Kommentator auf Youtube treffend schreibt, hört sich diese Musik an wie ein Traum. Obowhl es für beide technisch sehr anspruchsvoll und rhythmisch nicht wirklich linear ist, harmonieren sie wunderbar als Einheit.

Der dritte Teil beginnt ab ca. 6:42 und ist noch dynamischer und expressiver.

Zu den Noten: Francis Poulenc, Violoncello und Klavier, Heugel Verlag

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Luis and Clark – Herstellung eines Karbonfiber Cellos

Donnerstag, 25. März 2010

Die Firma Luis and Clark, bekannt für ihre Instrumente aus Karbonfiber (z.b. carbon fiber cello), gibt in diesem Video Einblicke in den Herstellungsprozess eines Cellos aus Karbonfiber.
Ich finde das sehr interessant, wie schnell ein Instrument aus solchen neuartigen Stoffen entsteht.

Besonders interessant finde ich auch dem Geigenbauer (ab ca. 5:03) beim Einbau des Stimmstocks, Aufsetzen des Stegs und ersten Aufziehen der Saiten zuzuschauen.
Ich denke dass sich die gezeigte Prozedur von einem Holz-Instrument nicht sehr unterscheidet.

Preislich liegt ein solches Instrument bei 7139$ was ca. 5370€ entspricht. Klanglich halte ich gefühlsmäßig nicht viel davon, ich sträube mich innerlich irgendwie auch gegen die neuen Materialien und das Aussehen des modernen Instruments.
Im Video sind die Aufnahmen auch (gewollt oder nicht, weiß ich nicht) etwas verrauscht. Ich habe ein solches Instrument noch nicht live erlebt, und würde mich umsomehr über eure Meinungen dazu freuen.

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Pierre Fournier – François Francoeur – Sonate in E-Dur

Mittwoch, 24. März 2010

Pierre Fournier (1906-1986) ist ein weiterer sehr bedeutender Cellist des 20. Jahrhunderts. Begleitet von Guy Bourassa spielt er die sehr schöne Cello Sonate in E Dur von François Francoeur.
Leichtfüßig meistert Pierre auch die schwierigsten technischen Abschnitte, was man vor allem in den sehr schnellen Daumenlagen des dritten Teils sieht. Die Sonate ist sehr melodisch und hat Ohrwurm-Charakter.

Pierre Fournier ist auch, wie im Video zu sehen ist, für seinen auffällig hohen rechten Ellenbogen berühmt und hatte eine hervorragende Bogentechnik.

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Zu den Noten: François Francoeur, Sonate in E-Dur, Violoncello und Klavier, Schott Verlag

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Friedrich Gulda – Konzert für Violoncello und Blasorchester – Ouverture

Dienstag, 23. März 2010

Durch einen Hinweis von meiner ehemaligen Lehrerin Rebecca Ferell-Henrich wurde ich vor einiger Zeit auf das Cello Konzert für Violoncello und Blasmusik von Friedrich Gulda (1930-2000) aufmerksam. Inzwischen habe ich es natürlich auch auf Youtube entdeckt und möchte es hier gerne präsentieren :)

Die Kombination Cello und Blasorchester liest sich im ersten Moment ungewöhnlich, hört sich aber verblüffend gut an. Gulda hat dieses Konzert 1980 für den Cellisten Heinrich Schiff geschrieben, die Uraufführung war am 9.10.1981 im Konzerthaus Wien mit Heinrich Schiff und dem Wiener Bläserensemble. Friedrich Gulda hat die Uraufführung selbst dirigiert.
Das Konzert besteht aus fünf Sätzen: Ouverture, Idylle, Cadenza, Menuett und Finale alla marcia.

Besonders interessant finde ich auch die rhythmische Komponente durch das Schlagzeug.

Hier nun der erste Teil von einem mir leider unbekannten Cellisten und Orchester:

Zu den Noten: Friedrich Gulda, Konzert für Violoncello und Blasorchester, Papageno Verlag

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